Ärzte Ohne Grenzen

Im Oktober hat die 5A im Zuge einer großen Spendenaktion die Ärzte Ohne Grenzen-Messe am Karlsplatz besucht, auf der sie eine ganze Menge über die Organisation erfahren hat:

„Ärzte Ohne Grenzen“ ist eine ursprünglich französische, unabhängige Organisation, die Hilfe in Krisengebieten leistet. Ärzte Ohne Grenzen versucht politisch so unabhängig wie möglich zu bleiben und nimmt daher nur private Spenden an.

Auf der Messe waren einige Gerätschaften und Stationen ausgestellt unteranderem ein winzig kleines Zelt, in dem bis zu sechs Leute nicht selten über ein halbes Jahr lang drin schlafen.

Die Toiletten, die uns gezeigt wurden, waren sehr einfach und zum Glück sauber, was sich bestimmt schnell ändert, wenn sie von über 50 Menschen verwendet werden.

Die Wasserhähne, die in Camps aufgestellt werden besitzen ein effizientes Sparsystem, dennoch herrscht oft sogar dort Wasserknappheit.

Doch trotz aller Umstände, denen Bewohner eines solchen Camps ausgesetzt sind, bleiben Kinder immer noch Kinder, und so konnte man auch sehen, wie selbst gebastelte Spielsachen und Sandalen ihren Weg aus Ärzte Ohne Grenzen-Camps fanden.

Auf dem Gelände war des Weiteren ein aufblasbarer OP, in dem unteranderen Schussverletzungen in Kriegsgebieten akut behandelt werden.

Unser Guide Susanna erklärte uns außerdem genauestens den Verlauf der Krankheit Cholera und zeigte uns eine Station für angesteckte Patienten. Wir erfuhren über die Behandlungsmöglichkeiten diverser exotischer Krankheiten und auch deren Ansteckungsmöglichkeiten.

Einige Krankheiten auf denen das Augenmerk der Organisation liegt wären beispielsweise Cholera, Ebola, Khala Azar, HIV und Malaria.

Interview mit Georg H.:

Georg teilte uns mit, dass er für Ärzte Ohne Grenzen Teil eines neunmonatigen Khala Azar-Projekts im Südsudan als Logistiker war. Er erzählte außerdem, wie schwierig die Behandlung der Krankheit ist. Die Behandlung dauert zwischen 17 und 60 Tagen und wird durch das Zusammenwirken zweier Medikamente mit starken Nebenwirkungen geheilt. Zur Behandlung muss dem Patienten täglich eine Spritze verabreicht werden, was zu Knotenbildung im Gewebe führt. Dadurch findet man dann immer schwieriger geeignete Stellen in die die Medikamente gespritzt werden können.

Er erzählte auch von der Vorbereitung auf die Einsätze, die aus einem fünftägigen Seminar (PPD) besteht, in dem man hauptsächlich über die Organisation und das Völkerrecht informiert wird. Ein Briefing zum Einsatz selbst findet meist erst vor Ort statt.

Die Messe war sehr interessant und auch Ärzte Ohne Grenzen scheint eine sehr gute Organisation zu sein. Mein Respekt gilt allen Mitarbeitern, die mit viel Geduld und Mut so gute Erfolge erzielen.

Camillo Manurung und Maxim Habison

Quelle Beitragsbild: https://www.openstreetmap.at/2019/10/mapathon-im-tuewi-an-der-boku/

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